Immer mehr Unternehmen setzen auf Künstliche Intelligenz, um Arbeitsabläufe zu optimieren – auch in Nordrhein-Westfalen. Bei SAP, das auch in NRW über Niederlassungen und Entwicklungsteams verfügt, wird sogenanntes „Agentic Engineering“ bereits praktiziert. Dabei agieren KI-Agenten eigenständig in Software-Entwicklungsprozessen: Sie schreiben Code, testen Funktionen und beheben Fehler – teilautomatisiert und in enger Abstimmung mit menschlichen Entwicklern.
Laut Oliver Nocon, Experte für KI-Integration bei SAP, verändert diese Technologie die Art und Weise, wie Softwareprojekte organisiert werden. „KI macht Teams schneller – das ist ein klarer Vorteil“, sagt Nocon. „Aber sie beschleunigt auch schlechte Prozesse. Wenn die Grundlage instabil ist, wird man nur schneller in die falsche Richtung laufen.“
Das Konzept des Agentic Engineering sieht vor, dass KI-Agenten nicht nur unterstützend wirken, sondern temporäre Aufgaben selbständig übernehmen – etwa das Analysieren von Bug-Reports oder das Generieren von Testumgebungen. In Pilotprojekten zeigte sich, dass dadurch bis zu 40 Prozent Zeitersparnis möglich ist. Allerdings stellte sich heraus, dass klare Governance-Strukturen und qualitativ hochwertige Ausgangsprozesse entscheidend sind.
Für Nordrhein-Westfalen, als einem der wichtigsten IT-Standorte Deutschlands, könnte diese Entwicklung neue Impulse setzen. Insbesondere in den Ballungsräumen Köln, Düsseldorf und Dortmund wächst das Interesse an KI-Integration in mittelständischen und großen Unternehmen. Experten raten jedoch zur Vorsicht: „Technologie ist kein Allheilmittel – sie verstärkt, was schon da ist.“
Quellen: heise online