Im Nordwesten Hamburgs sorgt die Entdeckung einer Weltkriegsbombe für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Bei Bauarbeiten wurde ein Blindgänger mit einem chemischen Langzeitzünder freigelegt, der am Mittwochnachmittag von Kampfmittelräumdienst-Experten entschärft werden musste. Aufgrund der akuten Explosionsgefahr mussten wichtige Bahnstrecken im betroffenen Gebiet gesperrt werden, was zu massiven Beeinträchtigungen im regionalen und Fernverkehr führte.
Die Evakuierung der unmittelbaren Umgebung erfolgte vorsorglich, während Spezialkräfte unter höchster Vorsicht die komplizierte Entschärfung durchführten. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden und erforderte eine enge Abstimmung zwischen Polizei, Feuerwehr und Verkehrsbetreibern. Reisende wurden aufgefordert, ihre Fahrten zu verschieben oder alternative Routen zu nutzen.
Die betroffene Stelle liegt in der Nähe einer wichtigen Bahnverbindung, weshalb auch Fernzüge umgeleitet oder gestrichen wurden. Die Deutsche Bahn informierte über umfangreiche Verspätungen und Ausfälle. Erst nach Abschluss der Entschärfung und Freigabe der Strecke konnte der reguläre Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden. Solche Funde sind in deutschen Großstädten nicht ungewöhnlich, doch die Komplexität durch den chemischen Zünder erhöhte das Risiko deutlich.
Quellen: FAZ Online, Der Tagesspiegel