Anschlag in Paris: Verdächtiger 43 Jahre nach Tat ausgeliefert

In einem bedeutenden Fortschritt in einem langjährigen Fall wurde ein 72-jähriger palästinensischer Verdächtiger, Hicham Harb, nach 43 Jahren in Verbindung mit dem Anschlag auf das jüdische Restaurant „Jo Goldenberg“ in Paris ausgeliefert. Der Anschlag ereignete sich 1982 und forderte das Leben von sechs Menschen. Harb wurde am Donnerstag von der palästinensischen Behörde an Frankreich übergeben und umgehend in Paris festgenommen.

Präsident Emmanuel Macron äußerte sich zu der Auslieferung und bezeichnete sie als wichtigen Schritt auf dem Weg zur Gerechtigkeit für die Opfer und deren Familien. Der Fall hat in Frankreich, einem Land mit einer langen Geschichte antisemitischer Übergriffe, für große Aufmerksamkeit gesorgt. Die französischen Behörden haben angekündigt, dass Harb nun vor Gericht gestellt wird, um für seine Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Der Anschlag auf das „Jo Goldenberg“ war einer der schwersten antisemitischen Übergriffe in der Nachkriegszeit Frankreichs. Die Auslieferung des Verdächtigen könnte ein Signal für die Entschlossenheit der französischen Regierung sein, gegen Antisemitismus vorzugehen und die Gerechtigkeit für die Opfer von Terroranschlägen zu suchen.

Quellen: ZEIT Online, Welt Online