In Bulgarien haben die Parlamentswahlen am 20. April 2026 einen klaren Sieger hervorgebracht: Rumen Radew, der ehemalige Präsident des Landes, hat mit seinem Bündnis eine absolute Mehrheit erzielt. Nach fast vollständiger Auszählung der Stimmen liegt seine Partei mit rund 44,59 Prozent vorn. Radew, ein euroskeptischer Politiker, hat in der Vergangenheit wiederholt seine Unterstützung für eine engere Zusammenarbeit mit Russland bekundet und lehnt militärische Hilfe für die Ukraine ab.
Diese Wahl ist die achte in nur fünf Jahren und folgt auf eine Phase politischer Instabilität, die durch Anti-Korruption-Demonstrationen ausgelöst wurde. Radews Sieg könnte laut politischen Analysten einen grundlegenden Wandel in der bulgarischen Außenpolitik einleiten, hin zu einer verstärkten Annäherung an den Kreml und weg von den traditionellen Verbindungen zur Europäischen Union.
Mit dem klaren Wahlsieg hat Radew die Möglichkeit, eine Regierung zu bilden, die möglicherweise die EU-Politik Bulgariens überdenken wird. Der Fokus könnte sich darauf richten, die Beziehungen zu Russland zu erneuern, was in der aktuellen geopolitischen Lage sowohl in der EU als auch in der NATO auf Widerstand stoßen könnte.
Quellen: Spiegel Online, France 24