Russland verliert wichtigen Verbündeten in der EU nach ungarischer Wahl

Die Parlamentswahl in Ungarn hat nach Ansicht internationaler Medien Russland als den größten Verlierer zurückgelassen. Der bisherige Ministerpräsident Viktor Orbán, der als enger Verbündeter von Kremlchef Wladimir Putin galt, wurde durch Péter Magyar von der Oppositionspartei TISZA deutlich abgewählt.

Orbán hatte sich in den letzten Jahren immer wieder als Fürsprecher russischer Interessen in der EU positioniert und sich gegen Sanktionen gegen Moskau ausgesprochen. Mit seinem Abgang verliert Putin einen wichtigen Unterstützer innerhalb der Europäischen Union.

„Dritter Regimewechsel seit 1989“

Bálint Magyar, ehemaliger ungarischer Bildungsminister und Mitbegründer der Allianz Freier Demokraten, bezeichnete die Wahl als „dritten Regimewechsel seit 1989-90“. Die Wählerinnen und Wähler hätten sich für einen Politikwechsel entschieden, der auch die Beziehungen zu Russland neu ausrichten dürfte.

Europäische Politiker begrüßten das Wahlergebnis und die Abwahl Orbáns. Der BBC-Europa-Korrespondent Katya Adler schrieb, die Freude in Budapest werde in ganz Europa zu spüren sein – jedoch nicht in Moskau.

Quellen: ZEIT Online, BBC News, Balkan Insight