Die Huthi-Miliz hat am Montag mehrere Angriffe auf zwei Ölkonzerne in Saudi-Arabien, darunter Einrichtungen von Aramco, gemeldet. Die Angriffe fanden in den Städten Jizan und Yanbu statt und wurden als Vergeltungsmaßnahme für die Luftangriffe der saudischen Militärkoalition auf Huthi-Stellungen im Jemen interpretiert. Laut der Huthi-Erklärung wurde auch die Blockade des saudi-arabischen Schiffsverkehrs durch die Huthis bekräftigt, als Antwort auf die Blockade, die Saudi-Arabien gegenüber dem Jemen verhängt hat.
Die militärischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den Iran-unterstützten Huthis haben sich in den letzten Wochen stark verschärft, nachdem die Saudis gezielte Angriffe auf militärische Ziele im Jemen durchgeführt hatten. Die Huthis kündigten an, ihre Angriffe fortzusetzen, solange die Blockade gegen den Jemen aufrechterhalten wird. Irans Außenminister hat sich inzwischen für einen Dialog zwischen den Konfliktparteien ausgesprochen, um die Spannungen in der Region zu deeskalieren.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Situation mit großer Besorgnis, da die anhaltenden Angriffe und Gegenschläge die humanitäre Lage im Jemen weiter verschärfen könnten, einem Land, das ohnehin unter einer der schlimmsten humanitären Krisen leidet.
Quellen: ZEIT Online, Welt Online