Human Rights Watch (HRW) hat am Dienstag eine eindringliche Aufforderung an die jordanischen Behörden gerichtet, das Moratorium für die Todesstrafe wieder in Kraft zu setzen. Dies geschieht nach der Hinrichtung von sechs Gefangenen, die wegen sicherheitsrelevanter und krimineller Delikte verurteilt wurden.
Die Menschenrechtsorganisation mit Sitz in New York bezeichnete die Hinrichtungen als ernsthaften Rückschritt für den Schutz der Menschenrechte in Jordanien. HRW kritisierte zudem die Praxis, Zivilpersonen vor Militärgerichten anzuklagen, was die rechtlichen Standards und die Fairness der Verfahren in Frage stelle.
Die jordanische Regierung hat in der Vergangenheit immer wieder betont, dass die Todesstrafe ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus sei. Dennoch gibt es zunehmend internationale Forderungen, die Anwendung der Todesstrafe zu überdenken und stattdessen auf Reformen im Justizsystem zu setzen.
Quellen: Middle East Monitor