UNESCO trägt Sebastia zum Weltkulturerbe bei – Israel protestiert

Die UNESCO hat am Freitag auf ihrer Sitzung in Südkorea beschlossen, den archäologischen Standort Sebastia in der Westbank sowie eine Gruppe von Burgen im Süden Libanons in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen. Diese Entscheidung erfolgte trotz heftiger Proteste von Israel, das die Kommission aufgefordert hatte, die Nominierungen abzulehnen.

Der israelische Außenminister hatte zuvor erklärt, dass die Anerkennung von Sebastia als Weltkulturerbe eine Provokation darstelle und die Komplexität des israelisch-palästinensischen Konflikts weiter verschärfen könnte. Die UNESCO betonte jedoch, dass die Entscheidung auf kulturellen und historischen Kriterien basiere und nicht politisch motiviert sei.

Die Stadt Sebastia ist bekannt für ihre archäologischen Stätten, die bis in die antike Zeit zurückreichen. Die Entscheidung wird von Palästinensern als ein bedeutender Schritt zur Anerkennung ihrer kulturellen Identität und Geschichte angesehen.

Quellen: France 24, Middle East Eye