Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada eskaliert erneut. Nach der jüngsten Entscheidung der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, Zölle auf Importwaren aus 60 Ländern, darunter auch Kanada, zu verhängen, reagiert die kanadische Regierung mit möglichen Vergeltungsmaßnahmen. Diese Zölle werden auf Produkte erhoben, angeblich um gegen Zwangsarbeit vorzugehen, was jedoch in Ottawa auf scharfe Kritik stößt.
Premierminister Mark Carney erklärte, dass die kanadischen Handelsgespräche mit den USA intensiviert werden. „Wir haben alle Optionen auf dem Tisch“, sagte Carney während einer Pressekonferenz. Ziel sei es, die Wirtschaft Kanadas zu schützen und sicherzustellen, dass die kanadischen Unternehmen nicht unter den neuen Handelsbeschränkungen leiden.
Die kanadische Regierung hat bereits begonnen, mögliche Produkte zu identifizieren, die von den neuen Zöllen betroffen sein könnten, und prüft, welche Vergeltungsmaßnahmen ergriffen werden sollen. Dies könnte zu einer weiteren Verschärfung der Handelsbeziehungen zwischen den beiden Nachbarländern führen, die bereits in der Vergangenheit durch ähnliche Zollstreitigkeiten belastet waren.
Die Reaktionen aus der Wirtschaft sind gemischt. Während einige Unternehmen vor möglichen Verlusten und steigenden Preisen warnen, sehen andere in einer robusten Antwort der Regierung eine Chance, die kanadische Industrie zu stärken und die Verhandlungsposition gegenüber den USA zu verbessern.
Quellen: FAZ Online, Spiegel Online, BBC News