Erdbeben in Venezuela: Zahl der Toten steigt auf über 3.600

Venezuela ist von schweren Erdbeben erschüttert worden, die zu einer humanitären Krise geführt haben. Nach jüngsten Berichten ist die Zahl der Todesopfer auf über 3.600 gestiegen. Die Erdbeben, die am 24. Juni auftraten, haben weite Teile des Landes verwüstet und die Infrastruktur erheblich beschädigt.

In der Region La Guaira, die besonders schwer betroffen ist, sind Angehörige und Rettungskräfte weiterhin auf der Suche nach Vermissten. Die Hoffnung, Überlebende zu finden, schwindet von Tag zu Tag, dennoch geben die Suchtrupps nicht auf. Elizabeth Leon, eine Bewohnerin von La Guaira, sucht seit zwölf Tagen verzweifelt nach ihrer Familie und hofft, dass der fehlende Leichengeruch ein positives Zeichen ist.

In der Zwischenzeit wurden Massenbegräbnisse am Friedhof La Esperanza organisiert, um der hohen Zahl an Todesopfern gerecht zu werden. Die Regierung steht vor der enormen Herausforderung, die Versorgung der Überlebenden zu sichern und den Wiederaufbau in die Wege zu leiten. Der finanzielle und infrastrukturelle Schaden wird auf über 37 Milliarden Dollar geschätzt, was angesichts der ohnehin schwachen Wirtschaft des Landes eine nahezu unüberwindbare Herausforderung darstellt.

Quellen: FAZ Online, Spiegel Online, Al Jazeera English, BBC Mundo