Kolumbien hebt Waffengesetz auf: Neue Erlaubnis für den Waffenbesitz

Der kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella hat ein Dekret unterzeichnet, das das seit 2015 bestehende Verbot für das Tragen von Schusswaffen aufhebt. Die neue Regelung, die am 9. September 2026 in Kraft trat, erlaubt es den Bürgern Kolumbiens, unter bestimmten Voraussetzungen wieder Waffen zu tragen. Präsident de la Espriella argumentierte, dass dies gesetzestreuen Bürgern helfen soll, sich gegen die zunehmende Kriminalität im Land zu verteidigen.

Das Dekret hat landesweit für Aufsehen gesorgt. Befürworter der Maßnahme sehen darin einen notwendigen Schritt zur Selbstverteidigung der Bevölkerung, während Kritiker befürchten, dass dies zu einer Verschärfung der Gewalt führen könnte. Die Aufhebung des Verbots erfolgt in einem politischen Klima, das zunehmend von Sicherheitsfragen dominiert wird.

Parallel zur Veröffentlichung des Dekrets erlebte die Webseite des staatlichen Waffenherstellers einen Ansturm, der zu technischen Problemen führte. Dies zeigt das hohe Interesse und die Dringlichkeit, die viele Kolumbianer dem Thema beimessen. Die Regierung versicherte, dass die Vergabe von Waffenscheinen streng reguliert werde, um Missbrauch zu verhindern.

Quellen: Rio Times Online, Colombia Reports, BBC News – World