Am 25. April 2026 versammelten sich in ganz Australien Hunderte von Tausenden von Menschen, um den 111. Jahrestag der Anlandung der australischen und neuseeländischen Truppen in Gallipoli zu gedenken. Doch die Feierlichkeiten wurden in mehreren Städten durch beleidigende Zwischenrufe und Störungen beeinträchtigt. Insbesondere in Perth und anderen Städten wurden Indigenous-Sprecher während ihrer Ansprachen ausgebuht, was von vielen als respektlos und unangebracht angesehen wurde.
Politiker, darunter der Premier von Westaustralien, bezeichneten das Verhalten der Störer als ‚widerlich und respektlos‘. Diese Vorfälle werfen Fragen zur Ehre und Erinnerung an die Opfer auf, die für ihr Land gekämpft haben. Die Anzac-Feierlichkeiten sind nicht nur eine Hommage an die Toten, sondern auch eine Reflexion über die Rolle von Indigenen in der Geschichte Australiens und die Notwendigkeit, diese Stimmen zu respektieren.
Ben Roberts-Smith, ein umstrittener Veteran, der wegen Kriegsverbrechen angeklagt ist, nahm ebenfalls an den Feierlichkeiten teil, was die Spannungen weiter anheizte. Während die Gedenkfeiern traditionell von Respekt und Stille geprägt sind, zeigen die aktuellen Ereignisse, wie tief die Gräben in der australischen Gesellschaft sind.
Quellen: ABC Australia, The Guardian