Algerisches Gericht ebnet Weg für Begnadigung des inhaftierten französischen Journalisten Christophe Gleizes

Das algerische Oberste Gericht, die Cour de Cassation, hat am Mittwoch die Anträge der Staatsanwaltschaft auf eine härtere Strafe für den inhaftierten französischen Journalisten Christophe Gleizes abgelehnt. Die Richter berücksichtigten dabei den Rückzug von Gleizes‘ eigener Berufung, was den Weg für eine mögliche Begnadigung durch den Präsidenten ebnen könnte.

Christophe Gleizes wurde 2024 unter dem Vorwurf festgenommen, Terrorismus zu unterstützen, was in der internationalen Gemeinschaft für erhebliche Besorgnis sorgte. Seine Anwälte haben nun die Hoffnung geäußert, dass die Entscheidung des Gerichts zu einer baldigen Freilassung führen könnte. In den letzten Jahren hat die algerische Regierung zunehmend kritische Stimmen aus dem Ausland und vor allem aus der Medienlandschaft zurückgewiesen, was die Situation von Journalisten im Land weiter kompliziert.

Die möglichen nächsten Schritte in diesem Fall könnten einen wichtigen Präzedenzfall für die Behandlung von Journalisten in Algerien schaffen, insbesondere angesichts der wachsenden internationalen Aufmerksamkeit auf die Menschenrechtslage im Land. Gleizes‘ Fall wird von verschiedenen Organisationen, darunter Reporter ohne Grenzen, genau beobachtet, die sich für die Rechte von Journalisten einsetzen.

Quellen: France 24