Neue geopolitische Spannungen zeichnen sich im Horn von Afrika ab, nachdem Eritrea offenbar enger mit Ägypten und Somalia zusammenrückt. Laut einem Bericht des Africa Report vom 27. Juli 2026 formiert sich eine informelle Allianz zwischen Kairo, Mogadischu und Asmara, die als Gegenpol zur wachsenden Partnerschaft zwischen Äthiopien, Somaliland und Israel dienen könnte.
Die Entwicklung wird maßgeblich durch Einflussnehmer wie Massad Boulos, einen Berater der Trump-Administration, vorangetrieben, der ägyptische Interessen in der Region aktiv fördert. Ziel dieser Achse sei es, den Einfluss Äthiopiens – insbesondere in Bezug auf dessen Pläne für einen Hafenzugang über Somaliland – zu begrenzen. Eritrea, traditionell ein isoliertes Land, positioniert sich dabei zunehmend als strategischer Verbündeter Ägyptens, das eine starke äthiopische Präsenz am Roten Meer als Bedrohung seiner nationalen Interessen ansieht.
Die Annäherung zwischen Eritrea und Ägypten könnte auch militärische und sicherheitspolitische Dimensionen annehmen. Beobachter vermuten, dass Kairo Eritrea mit wirtschaftlicher oder diplomatischer Unterstützung entgegenkommen könnte, um dessen Hafeninfrastruktur langfristig strategisch nutzbar zu machen. Gleichzeitig könnte Asmara von der Diversifizierung seiner Außenbeziehungen profitieren, nachdem es jahrelang unter internationaler Isolation litt.
Die neue Allianz steht im Kontrast zur Kooperation zwischen Äthiopien und Somaliland, die durch israelische Unterstützung gestärkt wird. Diese rivalisierenden Blöcke könnten die Stabilität der gesamten Region destabilisieren, insbesondere angesichts der sensiblen geopolitischen Lage entlang des Roten Meeres. Die US-Regierung unter Trump droht dabei in die Mitte des Konflikts geraten, da sie sowohl enge Beziehungen zu Israel als auch zu Ägypten unterhält.
Quellen: The Africa Report