Falana fordert Importstopp für Benzin zur Stärkung der heimischen Raffinerien

Der bekannte nigerianische Menschenrechtsanwalt Femi Falana hat die Regierung des Landes aufgefordert, den Import von Benzin umgehend einzustellen, um die inländische Raffineriekapazität zu fördern. In einer öffentlichen Stellungnahme argumentierte Falana, dass die Freigabe von Rohöl für heimische Raffinerien die Abhängigkeit Nigerias von importierten Petroleumprodukten verringern und die wirtschaftlichen Belastungen der Bevölkerung nach der Streichung der Kraftstoffsubventionen lindern könnte.

Seit der Abschaffung der langjährigen Benzin-Subventionen im Jahr 2023 kämpft Nigeria mit starken Preisschwankungen und Versorgungsengpässen. Obwohl das Land über große Ölreserven verfügt, mangelt es an funktionierenden Raffinerien, weshalb der Großteil des verbrauchten Kraftstoffs importiert wird. Falana betonte, dass die Regierung die neuen Raffinerien wie Dangote und die modernisierten staatlichen Anlagen aktiv unterstützen müsse, um die nationale Energieautarkie voranzutreiben.

Die Forderung nach einem Importstopp stößt jedoch auf Skepsis bei Wirtschaftsexperten, die warnen, dass die heimische Produktion derzeit nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken. Dennoch sieht Falana in der Maßnahme einen notwendigen Schritt zur langfristigen Stabilisierung der Energieversorgung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der heimischen Industrie. Die Debatte unterstreicht erneut die tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen im nigerianischen Energiesektor.

Quellen: Premium Times Nigeria