Saudi-Agrarprojekt in Äthiopien gescheitert: Milliardeninvestition bleibt ohne Ertrag

Ein großes agrarisches Investitionsprojekt des saudischen Unternehmens Saudi Star in Äthiopien gilt nach Jahren der Versprechen als gescheitert. Das Unternehmen hatte rund 14.020 Hektar Land in den Regionen Gambella und Benishangul-Gumuz übernommen, um Nahrungsmittel für den Export nach Saudi-Arabien anzubauen. Doch trotz der massiven Flächenzusicherung und internationaler Aufmerksamkeit blieben die erwarteten Erträge aus.

Die Initiative war Teil einer Reihe von ausländischen Agrarinvestitionen, die in den 2010er Jahren als „Landgrabbing“ kritisiert wurden. Lokale Gemeinden berichteten damals von Enteignungen und mangelnder Kompensation. Nun zeigt sich, dass die versprochenen wirtschaftlichen Vorteile sowohl für Äthiopien als auch für die Investoren ausgeblieben sind. Die landwirtschaftliche Infrastruktur blieb unvollständig, und die geplanten Bewässerungssysteme konnten nicht realisiert werden.

Die Gründe für das Scheitern liegen in einer Mischung aus bürokratischen Hürden, unzureichender Planung und regionaler Instabilität. Zudem wurden Umweltauswirkungen und soziale Spannungen in den betroffenen Gebieten kaum berücksichtigt. Die gescheiterte Initiative wirft nun neue Fragen über die Nachhaltigkeit großer Agrarprojekte in Ostafrika auf – besonders wenn sie von ausländischen Akteuren gesteuert werden.

Quellen: Premium Times Nigeria