Im Wiesbadener Stadtteil Ostfeld soll eines der größten Baulandprojekte Hessens entstehen: Tausende neue Wohnungen für eine wachsende Stadt. Doch ein zentraler Baustein fehlt – ein öffentlicher Schienenanschluss. Die Regionalplanung schreibt einen solchen explizit vor, doch konkrete Pläne bleiben aus. Nun entzweit die Frage nach der geeigneten Technologie die Kommunalpolitik: Soll es eine klassische Stadtbahn sein oder eine kostspielige Magnetschwebebahn?
Befürworter einer Magnetschwebebahn werben mit Zukunftstechnologie und geringem Flächenverbrauch. Gegner warnen davor, das Projekt durch überhöhte Kosten und technische Komplexität zu torpedieren. „Wir brauchen Lösungen, die funktionieren – nicht Experimente“, kritisierte ein Mitglied des Planungsausschusses. Stattdessen plädieren viele für eine konventionelle, aber effiziente Anbindung an das bestehende Straßenbahnnetz.
Ohne verbindlichen Schienenanschluss droht jedoch nicht nur eine juristische Blockade, sondern auch eine Absage durch Investoren. Der Druck steigt: Das Land Hessen betont zwar die Notwendigkeit neuen Wohnraums, fordert aber gleichzeitig planerische Klarheit. Bislang gibt es weder eine Machbarkeitsstudie noch eine förmliche Finanzierungszusage für eine Schwebebahn. Das Großprojekt steht damit auf wackeligen Gleisen – bevor sie überhaupt verlegt wurden.
Quellen: FAZ Online