Bodycams im Einsatz: Neue Sicherheitsmaßnahmen in Frankfurter U-Bahnen

Seit einem Jahr verstärken gemeinsame Streifen von Verkehrsgesellschaft, Polizei und Ordnungsamt die Präsenz in Frankfurts U-Bahn-Netz – nun wird die Sicherheitsstrategie weiter ausgebaut: Körpereigene Kameras, sogenannte Bodycams, werden nun systematisch eingesetzt. Die Maßnahme zielt darauf ab, aggressives Verhalten gegenüber Personal und Fahrgästen wirksamer zu dokumentieren und Strafverfolgungsbehörden belastbare Beweismittel bereitzustellen.

Laut Angaben der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) tragen Sicherheitskräfte die kleinen Kameras bereits bei Routineeinsätzen. Die Aufzeichnungen sollen nicht nur zur Aufklärung von Delikten beitragen, sondern auch präventiv wirken. „Die bloße Sichtbarkeit der Kameras führt oft schon zu mehr Disziplin“, erklärte ein VGF-Sprecher. Gleichzeitig betonte er, dass Datenschutzbestimmungen strikt eingehalten werden – Aufnahmen würden nur bei Vorfall aktiviert und zeitnah gesichert.

Die enge Kooperation mit der Polizei und dem städtischen Ordnungsamt hat sich nach ersten Bilanzen bewährt: Die Zahl der Anzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung oder Sachbeschädigung sei leicht rückläufig. Dennoch bleibt das subjektive Sicherheitsempfinden vieler Fahrgäste kritisch – insbesondere in den Abendstunden. Mit den Bodycams soll nun ein weiterer Schritt hin zu einem sichereren Nahverkehr unternommen werden.

Quellen: FAZ Online