Drohnenanschlag in Leipzig: Spuren führen nach Polen und Serbien

Die Ermittlungen zum Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle nehmen eine internationale Wendung. Wie aus Sicherheitskreisen verlautet, deuten neue Spuren auf Verbindungen nach Polen und Serbien hin. Ein kürzlich aufgedeckter Brandanschlag in Polen könnte in Zusammenhang mit dem Vorfall in Sachsen stehen, bei dem eine Sprengstoffdrohne nahe eines Flughafengebäudes explodiert war.

Die Bundesbehörden prüfen derzeit, ob dieselben Netzwerke oder technischen Systeme in beiden Fällen zum Einsatz kamen. Auch serbische Hintermänner werden nicht ausgeschlossen, da bereits in der Vergangenheit Drohnen aus dem Balkanraum für ähnliche Aktionen genutzt wurden. Der sächsische Innenminister betonte, dass die Landespolizei eng mit dem Bundeskriminalamt und europäischen Partnern zusammenarbeite, um mögliche Tätergruppen zu identifizieren.

Der Anschlag in Leipzig hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt und zu einer raschen diplomatischen Reaktion geführt. Die Bundesregierung machte Russland für den Vorfall verantwortlich – eine ungewöhnlich klare und schnelle Stellungnahme, die nun mit Gegenmaßnahmen aus Moskau beantwortet wurde. Dennoch bleibt unklar, ob die Spuren nach Polen und Serbien auf eine falsche Fährte oder auf eine komplexe, transnationale Operation hindeuten.

Der Flughafen Leipzig/Halle, ein zentraler Logistik-Knotenpunkt in Mitteldeutschland, bleibt weiterhin unter erhöhter Sicherheitsaufsicht. Die Betreiber haben zusätzliche Überwachungsmaßnahmen eingeleitet, um erneute Vorfälle zu verhindern.

Quellen: T-Online Nachrichten, Spiegel Online – Deutschland