Feiger Angriff auf AfD-Stand in Bad Kreuznach: Neun Verletzte bei Attacke mit ätzender Flüssigkeit

Bei einem Angriff auf einen Informationsstand der AfD im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach sind am frühen Mittwochmorgen neun Personen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde aus einem angrenzenden Gebäude eine ätzende Flüssigkeit – vermutlich Desinfektionsmittel – in Richtung des Parteistands geschüttet. Die betroffenen Personen erlitten Haut- und Augenreizungen und mussten medizinisch versorgt werden. Einige wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Der Vorfall ereignete sich laut Zeugenaussagen gegen 6:30 Uhr, als Parteimitglieder und Helfer den Stand in der Innenstadt aufbauten. Aus einem Fenster eines Gebäudes direkt gegenüber sei plötzlich die Flüssigkeit auf die Gruppe geschüttet worden. Die Polizei sperrte die Straße unmittelbar ab und leitete Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Der oder die Täter konnten zunächst nicht identifiziert werden.

Die AfD Rheinland-Pfalz verurteilte den Vorfall als „feigen und menschenverachtenden Anschlag“ und forderte eine lückenlose Aufklärung. Auch Landespolitiker aller Parteien äußerten sich entsetzt. Der Innenminister von Rheinland-Pfalz, Michael Ebling (SPD), betonte in einer ersten Stellungnahme: „Jede Form von Gewalt gegen politisch Engagierte ist in unserer Demokratie unannehmbar.“

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen, die Hinweise auf den oder die Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Bad Kreuznach zu melden. Der Vorfall wirft erneut Fragen nach der Sicherheit politischer Aktivitäten im öffentlichen Raum auf, insbesondere im Kontext der anstehenden Landtagswahl.

Quellen: Welt Online