Energieverband fordert Notfall-Backup-Systeme nach Angriffen auf Stromnetz in NRW

Der jüngste Angriff auf ein Umspannwerk in Nordrhein-Westfalen hat eine Debatte über die Resilienz des deutschen Stromnetzes entfacht. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert nun bundesweit den Aufbau eines „Backup-Systems für Notfälle“. Angesichts der Schwierigkeit, alle Anlagen dauerhaft vor Sabotage zu schützen, müsse das System so gestaltet werden, dass Ausfälle schnell lokalisiert und kompensiert werden können.

„Ein hundertprozentiger Schutz ist technisch und finanziell nicht umsetzbar“, erklärte ein Sprecher des Verbands. „Aber wir können dafür sorgen, dass ein Angriff nicht zu einem flächendeckenden Stromausfall führt.“ Dazu gehörten dezentrale Notstromlösungen, automatisierte Umschaltmechanismen und eine bessere Vernetzung der regionalen Netze.

Im Fokus steht besonders die Lage in NRW, einem der dichtesten Netzknoten Deutschlands. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und der industriellen Ballungsräume hätte ein längerer Stromausfall hier besonders gravierende Folgen. Der BDEW schlägt vor, in kritischen Regionen mobile Ersatzaggregate vorzuhalten und Notfallübungen mit Kommunen und Behörden zu intensivieren.

Quellen: ntv – Nachrichten, Der Tagesspiegel