Ein Bündnis aus sieben Menschenrechtsorganisationen, angeführt vom Darfur Network for Human Rights (DNHR), hat den UN-Menschenrechtsrat aufgefordert, das Mandat der unabhängigen internationalen Untersuchungsmission für den Sudan zu verlängern. Die Initiative reagiert auf den jüngsten Bericht der Mission, der massive Menschenrechtsverletzungen, eine eskalierende Militarisierung und die Einmischung externer Akteure dokumentiert.
Die unabhängige Fact-Finding-Mission war 2024 eingerichtet worden, um systematische Gewalttaten im Rahmen des andauernden Konflikts zwischen der sudanesischen Armee und der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) zu untersuchen. Seit Ausbruch der Kämpfe im April 2023 wurden Zehntausende Zivilisten getötet, Millionen vertrieben. Der jüngste Bericht der Mission weist erneut auf gezielte ethnische Säuberungen, sexuelle Gewalt und die Zerstörung ziviler Infrastruktur hin.
Das DNHR betont, dass eine Verlängerung des Mandats entscheidend sei, um Rechenschaft zu sichern und internationale Strafverfolgung zu ermöglichen. Ohne kontinuierliche Dokumentation bestehe die Gefahr, dass Täter straflos blieben und die humanitäre Krise weiter eskaliere. Die UN-Mission hat bereits Hinweise auf Waffenlieferungen aus Drittländern und vernetzte Finanzierungsstrukturen veröffentlicht, die den Konflikt weiter anheizen.
Internationale Aufmerksamkeit bleibt entscheidend
Die Dringlichkeitsappelle der Organisationen zielen darauf ab, den Druck auf den UN-Menschenrechtsrat zu erhöhen, der in Kürze über die Zukunft der Mission entscheiden wird. Beobachter warnen, dass ein vorzeitiges Ende der Untersuchungen als Signal der Straflosigkeit wirken könnte. Die internationale Gemeinschaft wird aufgefordert, nicht nur die Aufklärung zu unterstützen, sondern auch Sanktionen gegen verantwortliche Akteure konsequent durchzusetzen.
Quellen: AllAfrica – East Africa