In Tansania gewinnt die Debatte über digitale Zahlungssysteme an Fahrt: Steuerexperten und Ökonomen begrüßen aktuell die geplante Einführung verpflichtender elektronischer Zahlungen für ausgewählte Geschäftstransaktionen. Die Regelung soll dazu beitragen, die Steuerbasis zu erweitern, Steuervermeidung einzudämmen und den Übergang zu einer transparenteren digitalen Wirtschaft voranzutreiben.
Laut Fachleuten ermöglicht die Digitalisierung von Zahlungsverkehrsdaten eine bessere Nachverfolgbarkeit wirtschaftlicher Aktivitäten. Dies erleichtere der Steuerbehörde Tundua, Einnahmen genauer zu erfassen und informelle Handelspraktiken schrittweise in das formelle System zu integrieren. Besonders im Kleinhandel und bei öffentlichen Beschaffungen sei bislang viel Potenzial ungenutzt geblieben.
Transparenz und moderne Finanzinfrastruktur
Die Maßnahme wird als wichtiger Schritt zur Modernisierung der Finanzinfrastruktur gesehen. Gleichzeitig wird betont, dass die Umsetzung inklusiv gestaltet werden müsse, um auch kleinere Händler und ländliche Gebiete nicht zu benachteiligen. Dazu gehöre der flächendeckende Zugang zu Mobilfunkdiensten und digitalen Zahlungsplattformen wie M-Pesa oder andere lokal etablierte Systeme.
Regierungsnahe Berater weisen darauf hin, dass Länder wie Ruanda und Kenia bereits ähnliche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt hätten. Tansania strebt nun eine schrittweise Implementierung an, beginnend mit größeren Unternehmen und staatlichen Aufträgen.
Quellen: AllAfrica – Tanzania