Algeriens Präsident verschärft Gang gegen Drogenkriminalität mit Wüsten-Gefängnis

Algeriens Präsident hat seine Strafmaßnahmen gegen schwere Kriminalität deutlich verschärft und unter anderem die Wiedereinführung der Todesstrafe für Brandstiftung angekündigt. Zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist der geplante Bau eines gigantischen Hochsicherheitsgefängnisses für Drogenhändler in der Tanezrouft-Region – einer der trockensten und extremsten Wüstengegenden der Erde.

Repression in der lebensfeindlichen Wüste

Die Tanezrouft-Wüste, die sich über weite Teile des südlichen Algeriens erstreckt, gilt als eines der unwirtlichsten Gebiete der Welt. Mit Temperaturen von über 50 Grad Celsius und kaum Wasserressourcen soll hier ein neues Straflager entstehen, das als abschreckende Maßnahme gegen internationale Drogenbosse dienen soll. Die Regierung argumentiert, dass die Isolation und die harschen Lebensbedingungen potenzielle Kriminelle abschrecken und die Sicherheit der Bevölkerung stärken würden.

Kritik an menschenrechtlichen Aspekten

Menschenrechtsorganisationen warnen jedoch vor den Folgen solcher Maßnahmen. Die Einweisung von Häftlingen in eine Region mit extremen klimatischen Bedingungen könnte als unmenschliche Behandlung eingestuft werden. Zudem befürchten Beobachter, dass die Verschärfung der Strafen allein nicht ausreicht, um strukturelle Probleme wie Korruption und Drogenhandelsrouten entlang der Grenzen zu Mali und Niger wirksam zu bekämpfen.

Die algerische Regierung betont hingegen, dass die Maßnahmen Teil einer umfassenden Sicherheitskampagne seien, die auch die Modernisierung der Justiz und Polizei umfasse. Ob das Wüstengefängnis tatsächlich gebaut wird und wie es international bewertet wird, bleibt abzuwarten.

Quellen: The Africa Report