Amnesty International Kenia hat die Regierung des Landes aufgefordert, ihre Versprechen zur Beendigung erzwungener Verschwindenlassungen in konkrete Aktionen umzuwandeln. In einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme forderte die Menschenrechtsorganisation Präsident William Ruto dazu auf, nicht länger nur rhetorische Bekenntnisse abzugeben, sondern endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen.
Die Organisation verlangt, dass die Regierung den Verbleib vermisster Personen aufklärt, diejenigen, die für solche Fälle verantwortlich sind, strafrechtlich verfolgt und strukturelle Reformen im Sicherheitsapparat durchführt. Erzwungene Verschwindenlassungen, bei denen staatliche oder staatlich geduldete Akteure Personen gegen deren Willen festhalten und deren Aufenthaltsort verheimlichen, bleiben in Kenia ein anhaltendes Menschenrechtsproblem.
Amnesty betonte, dass viele Familien seit Jahren auf Antworten warten, während die Behörden oft untätig bleiben. Die Organisation mahnte an, dass internationale Menschenrechtsstandards strikt eingehalten werden müssten und forderte die Einrichtung unabhängiger Untersuchungsgremien sowie die volle Zusammenarbeit mit internationalen Gremien wie dem UN-Ausschuss für die Abschaffung der Zwangsverschleppungen.
Quellen: Capital FM, AllAfrica – East Africa