Nairobi Senator Edwin Sifuna hat Präsident William Ruto aufgefordert, seine geplante Einführung einer langfristigen Entwicklungsstrategie namens Vision 2060 zu überdenken. Stattdessen solle die Regierung ihre Energie auf die Umsetzung der sogenannten „Hustler Agenda“ richten – jener politischen Vision, die Ruto bei seiner Wahl 2022 maßgeblich unterstützte.
Sifuna betonte in einer Stellungnahme, dass viele Bürger enttäuscht seien über den mangelnden Fortschritt bei der Bekämpfung der Armut, der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Verbesserung des Lebensstandards. Die Ankündigung einer langfristigen Roadmap bis 2060 wirke vor diesem Hintergrund wie eine Ablenkung von dringenden aktuellen Problemen.
„Die Menschen erwarten keine weiteren Papiere oder Visionen – sie erwarten Ergebnisse“, so Sifuna. Er forderte die Regierung auf, konkrete Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erholung, insbesondere für die informelle Wirtschaft, zu liefern. Die „Hustler Agenda“, die sich explizit an die breite Bevölkerungsschicht der Kleinunternehmer und Tagelöhner richtet, müsse endlich Priorität erhalten.
Die Kritik aus den Reihen der Regierungspartei könnte auf wachsende Unzufriedenheit innerhalb der politischen Allianz hindeuten, die Ruto ins Amt brachte. Beobachter warnen, dass verspätete oder unzureichende wirtschaftliche Verbesserungen die politische Stabilität gefährden könnten.
Quellen: Capital FM, AllAfrica – East Africa