Angola fordert Alphabetisierung als Querschnittsaufgabe für nationale Entwicklung

Die Alphabetisierung von Jugendlichen und Erwachsenen sollte nicht als isolierte Bildungsmaßnahme betrachtet werden, sondern als zentrale Querschnittspolitik, die alle Bereiche der Entwicklung beeinflusst. Diese Ansicht vertrat Evaristo Pedro, Direktor des Systems für Jugend- und Erwachsenenbildung (EJA) in Angola, am Dienstag in Luanda. Er betonte, dass funktionale Alphabetisierung entscheidend für die Verbesserung der Gesundheitskompetenz, die soziale Integration und die wirtschaftliche Teilhabe sei.

Alphabetisierung als Schlüssel für Inklusion und Wachstum

„Ein Mensch, der lesen und schreiben kann, ist besser in der Lage, medizinische Informationen zu verstehen, sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen und produktiv in die Wirtschaft einzusteigen“, erklärte Pedro. Angola plant daher die stärkere Vernetzung von Alphabetisierungsprogrammen mit Maßnahmen im Gesundheitswesen, der ländlichen Entwicklung und der beruflichen Bildung. Besonderes Augenmerk liege auf Frauen und ländlichen Gemeinschaften, die oft am stärksten von Analphabetismus betroffen seien.

Das EJA-Programm arbeitet derzeit an der Ausweitung mobiler Bildungseinheiten, die abgelegene Regionen erreichen sollen. Digitale Lernhilfen und lokale Multiplikatoren sollen die Reichweite erhöhen. Pedro unterstrich, dass Alphabetisierung kein einmaliger Prozess, sondern ein kontinuierlicher Weg zur gesellschaftlichen Teilhabe sei. Angola strebt an, bis 2030 die funktionale Analphabetismusrate deutlich unter 10 Prozent zu senken.

Quellen: AllAfrica – Central Africa