Angola plädiert für strukturelle Wirtschaftstransformation zur nachhaltigen Entwicklung

Der angolanische Minister für Planung, Victor Hugo Guilherme, hat am Dienstag in Addis Abeba, Äthiopien, eine tiefgreifende strukturelle Transformation der Volkswirtschaften armer Länder gefordert, um deren nachhaltigen Abschied aus der Kategorie der am wenigsten entwickelten Länder (Least Developed Countries, LDCs) zu sichern. Guilherme betonte bei einer Konferenz der Afrikanischen Union, dass reine formale Kriterien für den LDC-Abschied nicht ausreichten, wenn sie nicht von echter wirtschaftlicher Resilienz und sozialem Fortschritt begleitet würden.

Langfristige Entwicklung statt bloßer Statuserhöhung

„Die Abschaffung der LDC-Kategorie darf kein bürokratischer Akt sein, sondern muss auf echter wirtschaftlicher Stabilität und inklusiver Entwicklung beruhen“, erklärte Guilherme. Angola plädiert dafür, dass Länder, die vor dem Abschied aus der LDC-Gruppe stehen, gezielte Unterstützung bei der Industrialisierung, der Verbesserung der Infrastruktur und der Stärkung ihrer institutionellen Kapazitäten erhalten. Besonders wichtig sei die Schaffung von Wertschöpfungsketten innerhalb Afrikas, um Abhängigkeiten von Rohstoffexporten zu verringern.

Der Minister wies darauf hin, dass viele Länder nach dem LDC-Ausstieg erneut in Krisen abrutschen könnten, wenn sie nicht über ausreichende wirtschaftliche Diversifizierung und soziale Sicherungssysteme verfügten. Angola setzt sich daher für kontinuierliche Begleitung durch internationale Partner und regionale Organisationen ein, um einen Rückfall in Armut und Abhängigkeit zu verhindern.

Quellen: AllAfrica – Central Africa