Ex-Präsident Weah wirft Boakai-Regierung Justizmanipulation vor

Der ehemalige liberianische Präsident George Weah hat schwere Vorwürfe gegen die Regierung seines Nachfolgers Joseph Nyuma Boakai erhoben. Weah beschuldigte die Boakai-Administration, in den laufenden Drogenprozess gegen seine ehemalige Vizepräsidentin einzugreifen und die Justiz zu manipulieren. Die Äußerungen machte er in Paynesville, wo er die Regierung als „bogus“ bezeichnete und deren Legitimität infrage stellte.

Der Prozess gegen die ehemalige Vizepräsidentin, die unter anderem des Drogenhandels beschuldigt wird, gilt als einer der größten und sensibelsten Strafprozesse in der Geschichte Liberias. Weah argumentierte, dass die Anklage politisch motiviert sei und darauf abziele, seine politische Bewegung zu schwächen. Er sprach von einem gezielten Vorgehen gegen Oppositionspersönlichkeiten und warnte vor einem Abbau demokratischer Institutionen.

Die Regierung Boakai hat die Vorwürfe bislang nicht offiziell kommentiert. Unabhängige Beobachter warnen jedoch vor einer weiteren Eskalation der politischen Spannungen, insbesondere da der Prozess unter internationalem Augenmerk steht. Menschenrechtsorganisationen und internationale Partner haben wiederholt zur Einhaltung rechtstaatlicher Grundsätze aufgerufen, um die Integrität des Verfahrens zu gewährleisten.

Quellen: Liberian Investigator