Die ehemalige liberianische Vizepräsidentin Jewel Howard-Taylor hat die Verschiebung ihres vorläufigen Gerichtsverfahrens um einen Tag beantragt, um sich einer medizinischen Untersuchung unterziehen zu können. Howard-Taylor, die derzeit in der Zentralgefängnis von Monrovia aufgrund von Drogenhandelsvorwürfen inhaftiert ist, möchte von einem Arzt untersucht werden, der mit ihrer medizinischen Vorgeschichte vertraut ist.
Das Verfahren gegen die ehemalige Vizepräsidentin, die auch die Ex-Frau des ehemaligen Präsidenten Charles Taylor ist, hat in Liberia große Aufmerksamkeit erregt. Die Anklage wirft ihr vor, in einen internationalen Kokainhandel verwickelt gewesen zu sein. Howard-Taylor bestreitet die Vorwürfe. Der Antrag auf einen einägigen Aufschub wurde vor dem zuständigen Gericht in Monrovia gestellt, um sicherzustellen, dass ihre gesundheitlichen Bedürfnisse vor der Fortsetzung des Verfahrens angemessen berücksichtigt werden.
Die Justizbehörden müssen nun entscheiden, ob dem Antrag stattgegeben wird. Beobachter sehen in dem Fall einen weiteren Höhepunkt im Kampf der liberianischen Regierung gegen transnationale Drogenkartelle. Zuletzt hatte auch die liberianische Jugendbewegung ihre Unterstützung für die Strafverfolgungsmaßnahmen bekundet.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa