Tausende Menschen haben am Montag in mehreren Städten Gambias gegen die andauernden und massiven Stromausfälle demonstriert. Die Proteste, die sich vor allem in der Hauptstadt Banjul konzentrierten, wurden von wachsender Frustration über die mangelhafte Energieversorgung getragen, die das Land seit Monaten belastet. Augenzeugen berichteten von brennenden Reifen, blockierten Straßen und antistaatlichen Parolen, die gegen Präsident Adama Barrow gerichtet waren.
Die Stromversorgung in Gambia ist seit Juni erheblich beeinträchtigt, was Experten auf eine reduzierte Energieeinfuhr aus den Nachbarländern Senegal und Guinea zurückführen. Diese Engpässe haben nicht nur Haushalte, sondern auch Krankenhäuser, Schulen und kleine Unternehmen hart getroffen. Viele Bürger klagen über Lebensmittelverderb, Produktionsausfälle und eingeschränkten Zugang zu digitalen Diensten.
„Wir sind müde“, sagte ein Demonstrant gegenüber internationalen Medien. „Kein Licht, kein Wasser, keine Erklärung – das kann so nicht weitergehen.“ Die Proteste ereignen sich nur wenige Monate vor den vorgesehenen Präsidentschaftswahlen im Dezember und könnten die politische Stabilität des Landes zusätzlich erschüttern.
Quellen: Africanews EN, The Africa Report