Gambias Präsident Adama Barrow hat am Dienstag zugesichert, dass die Stromversorgung im Land bis zum nächsten Monat spürbar verbessert werden soll. Die Zusage kam als direkte Reaktion auf die gewaltsamen Proteste vom Vortag, bei denen Tausende gegen monatelange Stromausfälle auf die Straße gegangen waren. Barrow erklärte, die Regierung arbeite intensiv daran, die Energieinfrastruktur zu stabilisieren und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen sicherer zu gestalten.
Seit Juni kämpft Gambia mit gravierenden Stromengpässen, die unter anderem auf reduzierte Energielieferungen aus Senegal und Guinea zurückgeführt werden. Diese Länder liefern einen Großteil der benötigten Elektrizität über regionale Netze, deren Kapazitäten aktuell nicht ausreichen. Barrow betonte, man führe Gespräche mit den Nachbarstaaten und regionalen Energiepartnern, um die Versorgung kurzfristig zu erhöhen.
„Wir hören unsere Bürger“, sagte Barrow in einer kurzen Ansprache vor Journalisten. „Bis Ende Oktober wird es spürbare Fortschritte geben.“ Kritiker warnen jedoch, dass ohne strukturelle Investitionen in lokale Energiequellen wie Solarkraftwerke oder Backup-Generatoren die Abhängigkeit von externen Quellen weiterhin eine Schwachstelle darstellen wird – besonders in einem Wahljahr mit hohem politischem Druck.
Quellen: Africanews EN, The Africa Report