Ghana und Nigeria vereinbaren Zusammenarbeit gegen Xenophobie in Afrika

Ghana und Nigeria haben eine verstärkte Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Xenophobie auf dem afrikanischen Kontinent vereinbart. Beide Länder betonten in einer gemeinsamen Erklärung die dringende Notwendigkeit, Diskriminierung und Gewalt gegen Migranten zu verhindern. "Migranten sollten nicht Opfer von Mobgewalt oder kollektiver Bestrafung aufgrund ihrer Nationalität werden", hieß es in der Mitteilung.

Die Vereinbarung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem in mehreren afrikanischen Ländern immer wieder Spannungen zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen und Migranten auftreten. Besonders in Krisenzeiten werden Migranten oft pauschal für wirtschaftliche oder soziale Probleme verantwortlich gemacht. Mit dieser Initiative wollen Ghana und Nigeria ein Zeichen für Solidarität und regionale Verantwortung setzen.

Experten sehen in der Partnerschaft einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Rechte von Migranten und zur Förderung einer integrativen Gesellschaftspolitik. Die beiden westafrikanischen Länder planen nun konkrete Maßnahmen, darunter gemeinsame Sensibilisierungskampagnen, den Austausch bewährter Praktiken und die Stärkung institutioneller Kapazitäten zur Konfliktprävention.

Die Zusammenarbeit könnte zudem als Modell für andere Staaten der Afrikanischen Union dienen, die mit ähnlichen Herausforderungen im Bereich Migration und sozialer Kohäsion konfrontiert sind. Beide Länder verfügen über große diasporische Gemeinschaften in anderen afrikanischen Staaten und haben selbst Erfahrung mit Migration – sowohl als Herkunfts- als auch als Zielländer.

Quellen: Premium Times Nigeria