Kenia verhaftet Mann nach Hassreden gegen Burundier nach staatlicher Entschuldigung

Die kenianische Polizei hat einen 32-jährigen Mann in Nairobi verhaftet, der wegen Äußerungen unter Verdacht steht, Burundier mit ethnologischem Hass und Gewaltaufrufen angegriffen zu haben. Die Festnahme erfolgte nur einen Tag nachdem die Regierung öffentlich gegenüber der burundischen Gemeinschaft ihre Entschuldigung für Übergriffe während einer Razzia gegen undokumentierte ausländische Händler ausgesprochen hatte.

Die Behörden reagieren damit auf wachsende Spannungen innerhalb der ostafrikanischen Migrationsgemeinschaft. Die jüngste Polizeirazzia gegen nicht registrierte ausländische Händler hatte zu Belästigungen und Diskriminierungen von Burundiern in Kenia geführt, was diplomatische Wellen schlug. Die Regierung versuchte, die Lage zu entschärfen, indem sie eine vorübergehende Amnestie für ostafrikanische Migranten erklärte und deren Registrierung über ihre Botschaften erleichterte.

Der verhaftete Mann wird nun wegen Verbreitung von ethnischen Feindseligkeiten und Aufruf zu Gewalt untersucht. Beobachter sehen in der schnellen Festnahme ein Signal dafür, dass die Behörden versuchen, die Spannungen mit Nachbarländern nicht weiter eskalieren zu lassen. Die burundische Gemeinschaft in Kenia begrüßte die staatliche Entschuldigung, fordert jedoch konkrete Maßnahmen gegen Diskriminierung und rechtliche Sicherheit für Migranten.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – Kenya, Africanews EN