Der liberianische Finanz- und Entwicklungsplanungsminister Augustine Kpehe Ngafuan hat vor ernsthaften wirtschaftlichen Konsequenzen gewarnt, sollte die Regierung weiterhin mit der Begleichung von Zahlungen an Auftragnehmer, Lieferanten und andere Geschäftspartner zögern. Wie der Liberian Observer meldet, könnten ausstehende Regierungsschulden zu einer Kettenreaktion im Finanzsektor führen, bei der unbezahlte Rechnungen zu notleidenden Krediten in den Banken werden.
Ngafuan betonte, dass die anhaltenden Zahlungsverzögerungen nicht nur das Vertrauen von Unternehmen untergraben, sondern auch das gesamte Bankensystem destabilisieren könnten. Viele Firmen seien auf pünktliche Zahlungen angewiesen, um ihre eigenen Kreditverpflichtungen gegenüber Banken zu erfüllen. Bleiben diese Zahlungen aus, drohe eine Zunahme von Kreditausfällen – mit potenziell systemischen Auswirkungen.
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, da Liberia weiterhin unter engen Haushaltsmitteln und wirtschaftlichen Herausforderungen leidet. Internationale Partner und Wirtschaftsbeobachter haben wiederholt auf die Notwendigkeit effizienter öffentlicher Finanzverwaltung hingewiesen. Sollte die Regierung nicht rasch Maßnahmen zur Verbesserung der Zahlungsdurchführung ergreifen, könnte das Vertrauen von Investoren weiter leiden – mit negativen Folgen für Wachstum und Beschäftigung.
Quellen: Liberian Observer