Laut dem jüngsten Liberia Public Finance Review 2026, den die Weltbank am Montag in Monrovia vorgestellt hat, verliert Liberia jährlich Einnahmen in Höhe von 5,3 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP). Diese Verluste resultieren aus schwacher Steuereinhaltung, ineffizienter öffentlicher Ausgabenplanung sowie einer unzureichenden Bewirtschaftung der eigenen mineralischen Ressourcen.
Die Studie hebt besonders die unterentwickelte Steuerverwaltung hervor, die es ermöglicht, dass große Teile der Wirtschaft der Besteuerung entgehen. Zudem werden staatliche Mittel oft nicht zielgerichtet oder transparent eingesetzt, was die Wirkung öfflicher Investitionen mindert. Bei den Bodenschätzen – darunter Eisen, Gold und Diamanten – fehlt es an transparenten Ausschreibungen und fairen Lizenzvergaben, wodurch potenzielle Einnahmen verpuffen.
Die Weltbank fordert dringende Reformen im Bereich der Finanzverwaltung, stärkere institutionelle Kontrollen und mehr Transparenz in der Rohstoffindustrie. Gleichzeitig begrüßt sie Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung, betont aber, dass strukturelle Schwächen weiterhin das Wachstum und die Entwicklungsperspektiven des Landes beeinträchtigen.
Liberia schließt sich afrikanischem Ölregulierungsforum an
Neben diesen Warnungen gab es auch positive Entwicklungen: Die Liberia Petroleum Regulatory Authority (LPRA) wurde kürzlich in das African Petroleum Regulators Forum (AFRIPERF) aufgenommen. Diese Mitgliedschaft soll die Zusammenarbeit mit anderen afrikanischen Staaten verbessern und die Regulierung des libanesischen Energiesektors stärken. Experten sehen darin einen Schritt hin zu mehr Transparenz und internationaler Standards in einem sensiblen Wirtschaftsbereich.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business