Das Mbarara Regional Referral Hospital steht vor erheblichen gesundheitlichen und infrastrukturellen Herausforderungen, weil es über keine eigene Leichenhalle verfügt. Stattdessen ist die Einrichtung vollständig auf die Nutzung der pathologischen Leichenhalle der Mbarara University of Science and Technology (MUST) angewiesen – eine Abhängigkeit, die bei erhöhtem Patientenaufkommen oder bei besonderen Untersuchungen zu erheblichen Verzögerungen führen kann.
Ärzte und Verwaltungsmitarbeiter warnen, dass der Mangel an einer eigenen mortuarischen Einrichtung nicht nur die Arbeit erschwert, sondern auch hygienische und ethische Risiken birgt. Die Überführung von Leichen zwischen den beiden Standorten erfordert zusätzliche Ressourcen und kann Angehörigen zusätzliche Belastungen auferlegen. Zudem behindert die Abhängigkeit von MUST die Durchführung zeitnaher Obduktionen, die für die Aufklärung von Todesursachen und die Verbesserung der medizinischen Versorgung wichtig sind.
Experten fordern seit Langem Investitionen in die Infrastruktur des Krankenhauses, das als zentrale medizinische Anlaufstelle für den gesamten Südwesten Ugandas fungiert. Bislang blieben staatliche Zusagen zur Errichtung einer eigenen Leichenhalle jedoch ohne konkrete Umsetzung. Die aktuelle Situation unterstreicht erneut die strukturellen Defizite im ugandischen öffentlichen Gesundheitswesen, insbesondere in ländlichen und regionalen Zentren.
Quellen: AllAfrica – East Africa