Plateau-Staat verbietet illegale Hisbah-Aktivitäten und ordnet Festnahmen an

Der Gouverneur des nigerianischen Bundesstaates Plateau, Caleb Mutfwang, hat am Sonntag die sofortige Einstellung aller Aktivitäten einer Gruppe verfügt, die sich als Hisbah in Teilen der Gemeinde Jos North präsentiert. In einer offiziellen Erklärung erklärte Mutfwang die Tätigkeit der Gruppe für illegal und nicht autorisiert, und ordnete die Festnahme ihrer Mitglieder an, falls sie weiterhin aktiv bleiben.

Die Hisbah-Bewegung, ursprünglich aus dem nördlichen Nigeria stammend, fungiert oft als religiöse Sittenwächter und hat in mehreren Bundesstaaten bereits für Spannungen gesorgt. In Plateau, einem Bundesstaat mit gemischter religiöser Bevölkerung aus Christen und Muslimen, hat die Anwesenheit solcher Gruppen in der Vergangenheit zu Konflikten geführt.

Mutfwang betonte, dass nur staatlich legitimierte Sicherheitskräfte Befugnisse zur Durchsetzung von Ordnung und Sicherheit besäßen. Jegliche Form von Selbstjustiz oder ungenehmigter Überwachung sei mit der Verfassung und den geltenden Gesetzen Nigerias unvereinbar. Die Anweisung wurde an die Polizei und lokale Behörden weitergeleitet, um die Einhaltung sicherzustellen.

Die Entscheidung wird als Schritt zur Deeskalation religiöser Spannungen gewertet und unterstreicht die Bemühungen der Landesregierung, die öffentliche Ordnung ohne religiöse Parteilichkeit aufrechtzuerhalten.

Quellen: AllAfrica – Nigeria, AllAfrica – West Africa