Thailands stellvertretender Premierminister und Außenminister Sihasak Phuangketkeow hat bei einem Treffen in Addis Abeba die Bemühungen Äthiopiens um einen friedlichen Zugang zum Meer ausdrücklich unterstützt. Er betonte, dass dieser Anspruch legitim sei und durch Dialog sowie Zusammenarbeit mit den Nachbarländern geregelt werden solle. Äthiopien, das seit dem Unabhängigkeitskrieg Eritreas 1998 keinen eigenen Zugang mehr zum Roten Meer besitzt, hat in den letzten Jahren verstärkt diplomatische Initiativen gestartet, um eine langfristige Lösung für sein Landesinnere zu finden.
Sihasak Phuangketkeow unterstrich, dass regionales Verständnis und friedliche Verhandlungen entscheidend seien, um eine nachhaltige und stabile Lösung zu erreichen. Seine Äußerungen wurden von der äthiopischen Regierung als wichtige internationale Anerkennung der Legitimität ihres Anliegens gewertet. Äthiopien strebt unter anderem eine Nutzung des Hafens Assab in Eritrea oder alternative Routen über Dschibuti an, was jedoch komplexe geopolitische Herausforderungen mit sich bringt.
Die Unterstützung durch Thailand, ein Land mit eigener Erfahrung in regionaler Diplomatie in Südostasien, könnte dazu beitragen, das Thema auf multilateraler Ebene stärker zu verankern. Beobachter sehen in der Äußerung einen weiteren Schritt zur internationalen Mobilisierung von Verständnis für Äthiopiens geostrategische Lage.
Quellen: Horn Diplomat, ENA