Simbabwe: Ehemaliger Abgeordneter beschuldigt Obersterichter Richter von Bestechungsversuch

Der ehemalige simbabwische Parlamentsabgeordnete Munyaradzi Kereke hat schwere Vorwürfe gegen einen Richter des Obersten Gerichtshofs erhoben. Laut Kereke soll Richter George Chiweshe Geld und eine Beteiligung an einem Goldminenprojekt verlangt haben, im Austausch dafür, ihm bei der Aufhebung seiner Vergewaltigungskonviktionsentscheidung zu helfen. Die Behauptungen, die bisher nicht unabhängigen Untersuchungen unterzogen wurden, werfen erneut Fragen über die Integrität des Justizsystems in Simbabwe auf.

Kerekis Anwälte bestätigten, dass die Vorwürfe formell bei den zuständigen Aufsichtsbehörden eingereicht wurden. Sie fordern eine unabhängige Untersuchung, um die Unparteilichkeit der Justiz zu wahren. Richter Chiweshe, ein langjähriges Mitglied des Obersten Gerichtshofs, hat die Anschuldigungen bislang nicht öffentlich kommentiert.

Beobachter warnen, dass solche Vorfälle das ohnehin fragile Vertrauen der Bevölkerung in die Rechtsstaatlichkeit weiter untergraben könnten. In der Vergangenheit gab es wiederholt Berichte über Vetternwirtschaft und mangelnde Transparenz in politischen und juristischen Kreisen Simbabwes. Die jetzigen Vorwürfe könnten neue Debatten über Reformbedarf im Justizapparat auslösen.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa