Der amerikanische Diplomat Frank Garcia, Assistenzstaatssekretär für afrikanische Angelegenheiten im US-Außenministerium, hat seine dreitägige Afrika-Tour mit einem Besuch in Äthiopien abgeschlossen. Nach Stationen in Sambia und Kenia traf Garcia am Mittwoch in Addis Ababa mit hochrangigen Vertretern der äthiopischen Regierung zusammen, darunter Ministerpräsident Abiy Ahmed und Außenministerin Aisha Mohammed. Die Gespräche drehten sich um wirtschaftliche Zusammenarbeit, regionale Stabilität im Horn von Afrika sowie Fortschritte bei Friedensprozessen in Tigray und Sudan.
Die USA bekräftigten ihr Engagement für eine nachhaltige Entwicklungspartnerschaft mit Äthiopien, insbesondere im Bereich Infrastruktur, Gesundheit und Klimaresilienz. Gleichzeitig betonten US-Seite und äthiopische Führung die Bedeutung eines friedlichen Machtwandels und der Demokratiestärkung. Garcia lobte die Fortschritte seit dem Ende des bewaffneten Konflikts im Norden des Landes und kündigte an, dass Washington weitere humanitäre Unterstützung bereitstellen werde.
Strategischer Dialog im Fokus
Äthiopien bleibt ein zentraler Akteur in der regionalen Diplomatie. Als Sitz der Afrikanischen Union genießt das Land besonderes Gewicht. Die Gespräche mit Garcia unterstrichen daher auch die Rolle Addis Abebas als Vermittler in Krisenregionen. Beobachter sehen in dem Besuch ein Zeichen dafür, dass die USA ihre Präsenz im strategisch wichtigen Horn von Afrika stärken wollen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund wachsender chinesischer und türkischer Einflüsse.
Quellen: The Africa Report