Aktionsplan gegen Extremismus an sächsischen Schulen vorgestellt

Angesichts zunehmender verfassungsfeindlicher Vorfälle an sächsischen Schulen hat die Landesregierung einen umfassenden Aktionsplan zur Bekämpfung von Extremismus eingeführt. Hintergrund sind steigende Zahlen von antisemitischen Parolen, rechtsextremen Schmierereien und politisch motivierten Übergriffen im schulischen Umfeld. Bildungsministerium und Polizei arbeiten künftig enger zusammen, um frühzeitig auf auffällige Äußerungen oder Handlungen reagieren zu können.

Der Aktionsplan sieht unter anderem Fortbildungen für Lehrkräfte, verstärkte Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz sowie präventive Projekte mit Jugendorganisationen vor. Zudem wird ein Melde- und Frühwarnsystem etabliert, über das Schulen verdächtige Vorkommnisse direkt an zentrale Stellen melden können. Auch Schüler:innen sollen stärker in die Sensibilisierung eingebunden werden – etwa durch Workshops zu Demokratie, Toleranz und Mediennutzung.

„Wir dulden keine Hetze, keinen Hass und keine Bedrohung unserer demokratischen Grundwerte an unseren Schulen“, betonte ein Sprecher der Landesregierung. Besonders in Regionen mit historisch gewachsenen strukturellen Herausforderungen soll der Plan gezielt wirken. Die Umsetzung beginnt zum neuen Schuljahr und wird zunächst in ausgewählten Modellregionen evaluiert.

Quellen: MDR – Nachrichten