Brückenprüfung entlang der A4: Sicherheitskontrollen nach Carolabrückeneinsturz intensiviert

Im Zuge der verstärkten Infrastrukturüberwachung nach dem Einsturz der Carolabrücke führt die Autobahn GmbH intensive Prüfungen an sächsischen Brückenbauwerken durch. Insgesamt 370 Brücken stehen in diesem Jahr auf dem Prüfplan – darunter auch zahlreiche an stark befahrenen Autobahnen wie der A4. Bei Siebenlehn wurden Experten kürzlich bei Untersuchungen an einer Brücke von einem Filmteam begleitet, was öffentliche Aufmerksamkeit auf die Maßnahmen lenkt.

Die Inspektionen dienen der frühzeitigen Erkennung von statischen Schwächen, Rissen oder Korrosionsschäden. Mithilfe moderner Messtechnik und visueller Befundung wird der Zustand der Konstruktionen bewertet. Bei Auffälligkeiten sollen zeitnahe Sanierungen oder Ersatzneubauten folgen. „Sicherheit steht an erster Stelle“, betont die Autobahn GmbH. Die Kontrollen sind Teil eines bundesweiten Programms, das nach dem Unglück in Leipzig verschärft wurde.

Der Einsturz der Carolabrücke hatte bundesweit für Diskussionen über den maroden Zustand der Infrastruktur gesorgt. In Sachsen läuft nun ein beschleunigtes Programm zur Bestandserfassung und Priorisierung dringender Baumaßnahmen. Neben der A4 werden auch Abschnitte an der A14 und A17 besonders genau untersucht. Die Ergebnisse sollen bis Jahresende in eine öffentliche Bilanz einfließen.

Quellen: MDR – Nachrichten