Bildungsnotstand nach Pisa-Studie: Brandenburg plant Stärkung der Grundfertigkeiten

Die aktuelle Pisa-Studie hat auch in Brandenburg für Bestürzung gesorgt: Deutschlands 15-Jährige erreichten historisch schlechte Werte, insbesondere in den Kernfächern Lesen, Schreiben und Mathematik. Bildungsminister Steffen Hoffmann (Grüne) sprach von einer „klaren Warnung“ und kündigte umgehend konkrete Gegenmaßnahmen an, um die Bildungsqualität im Flächenland zu verbessern.

„Wir müssen wieder stärker auf die Basics setzen“, betonte Hoffmann. „Lesen, Schreiben und Rechnen sind die Fundamente jeder Bildung – und die wackeln momentan.“ Er forderte eine bundesweite Initiative zur Stärkung der Grundfertigkeiten, innerhalb derer Brandenburg Modellprojekte in ausgewählten Schulen starten wolle. Dazu gehören verpflichtende Förderstunden, Lehrkräftefortbildungen und engmaschigere Lernstandserhebungen.

Zudem soll die Digitalisierung von Schulen intelligenter genutzt werden – nicht als Ersatz für Präsenzunterricht, sondern als ergänzendes Werkzeug. Der Fokus liege darauf, digitale Angebote gezielt für individuelle Förderung einzusetzen. Die Ergebnisse der Pisa-Studie unterstreichen laut Hoffmann die Dringlichkeit eines grundlegenden Umdenkens im Bildungssystem – auch in Brandenburg.

Quellen: Der Tagesspiegel