Am Samstag hat Mainz den diesjährigen Christopher Street Day (CSD) unter dem Motto „Sichtbar und laut“ begangen. Tausende Menschen aus der queeren Community und ihre Verbündeten zogen mit bunten Fahnen, kreativen Kostümen und lauter Musik durch die Innenstadt. Die Demonstration startete am Gutenbergplatz und endete mit einer Kundgebung am Rheinufer, wo Redner:innen auf Diskriminierung, steigende Anfeindungen und die Notwendigkeit politischer Schutzmaßnahmen hinwiesen.
„Wir fordern keine Sonderrechte, sondern Gleichbehandlung – in der Gesellschaft, im Gesundheitssystem und vor dem Gesetz“, sagte eine Sprecherin der Organisatoren in ihrer Ansprache. Viele Teilnehmende äußerten Sorge über ein zunehmend raueres gesellschaftliches Klima, das auch in Rheinland-Pfalz spürbar sei. „Es reicht nicht, tolerant zu sein. Wir brauchen aktive Solidarität“, hieß es von einer Demonstrantin.
Trotz der festlichen Stimmung betonten Redner:innen, dass der CSD kein reines Straßenfest sei. „Wir sind hier, weil unsere Rechte immer noch nicht überall selbstverständlich sind“, erklärte ein Aktivist. Mit Blick auf landespolitische Debatten forderten die Organisatoren eine stärkere Integration queerer Perspektiven in Bildung und Öffentlichkeitsarbeit der Landesregierung. Die Demonstration verlief friedlich und wurde von einem Polizeikordon begleitet.
Quellen: FAZ Online