Der FC Bayern München steht im Mittelpunkt der internationalen Fußballbühne: Vier seiner Profis – Harry Kane, Michael Olise, Jamal Musiala und Dayot Upamecano – gehören zu den nominierten Kandidaten für die Verleihung des Ballon d’Or 2026. Die Auszeichnung als bester Spieler der Welt wird am 26. Oktober in Paris verliehen. Trotz der starken Vertretung durch den deutschen Rekordmeister fällt eine markante Abwesenheit auf: Kein deutscher Nationalspieler ist unter den 30 nominierten Akteuren vertreten.
Die Liste, veröffentlicht von der französischen Sportzeitung L’Équipe, spiegelt die aktuelle Schwäche der deutschen Nationalmannschaft wider. Das frühe Ausscheiden bei der EM 2026 und die mangelnde Durchschlagskraft auf internationalem Niveau schlagen sich auch in der individuellen Wahrnehmung nieder. Während Spieler wie Erling Haaland, Vinícius Jr. oder Mohamed Salah als Favoriten gelten, bleibt die deutsche Beteiligung ausschließlich auf Münchner Profis beschränkt, die ihren Ruf durch starke Vereinsleistungen retten.
Harry Kane, der in der vergangenen Saison erneut als Torschützenkönig der Bundesliga abschloss, gilt dabei als bester Kandidat aus deutscher Perspektive. Doch auch Musiala, der als einer der zentralen Spielmacher des FC Bayern gilt, und Olise mit seinen spektakulären Einzelleistungen haben internationale Aufmerksamkeit erregt. Trainer Vincent Kompany ist zudem für den Best Coach-Award nominiert, was den sportlichen Neuanfang in München würdigt.
Bei den Frauen sieht die Bilanz besser aus: Zwei deutsche Spielerinnen sind nominiert, darunter eine Akteurin des FC Bayern Frauen. Die Dominanz des Münchner Klubs in der Frauen-Bundesliga bleibt damit auch international sichtbar. Die Verleihung am 26. Oktober wird nicht nur über individuelle Karrieren entscheiden, sondern auch ein Stimmungsbild zum aktuellen Status des deutschen Fußballs abgeben – mit Bayern als letztem Aushängeschild auf höchstem Niveau.
Quellen: ZDF Heute – Nachrichten, ntv – Nachrichten, FAZ Online, Welt Online, Spiegel Online – Schlagzeilen, Der Tagesspiegel