Feuer in Chemielabor der Freien Universität Berlin

Am Montagabend ist in einem Chemielabor der Freien Universität Berlin (FU) in Dahlem ein Feuer ausgebrochen. Das Feuer entstand nach ersten Erkenntnissen in einem Abfalleimer, in dem offenbar chemische Rückstände entzündeten. Die Rauchentwicklung löste gegen 21 Uhr den Feueralarm aus, woraufhin die Berliner Feuerwehr mit mehreren Einsatzkräften anrückte.

Die betroffene Etage im Institut für Chemie und Biochemie an der Takustraße wurde evakuiert. Die Einsatzkräfte gingen vorsorglich auf Nummer sicher, um eine mögliche Freisetzung gefährlicher Substanzen auszuschließen. Spezialisierte Kräfte der Gefahrgabweinheit untersuchten die Luftqualität und transportierten die brennenden Abfälle unter Schutzkleidung sicher ab.

Gefährdungen für Studierende, Beschäftigte oder die Umwelt konnten laut Feuerwehr ausgeschlossen werden. Der Brandherd wurde rasch unter Kontrolle gebracht. Dennoch blieb die Halle vorübergehend gesperrt, bis die Gefahr endgültig beseitigt war. Die genaue Brandursache wird derzeit ermittelt.

Die Freie Universität bestätigte den Vorfall und betonte, dass Sicherheitsprotokolle funktionierten. „Unsere Labore unterliegen strengen Vorschriften, und die Reaktion war sofort und angemessen“, hieß es aus der Pressestelle. Die betroffene Forschungsgruppe werde bei der Wiederaufnahme der Arbeiten unterstützt. Der Zwischenfall wirft dennoch Fragen zur Handhabung von chemischen Abfällen in akademischen Laboren auf.

Quellen: Der Tagesspiegel