Grundwassersituation in München bleibt angespannt – Stadt warnt vor weiterer Trockenheit

Trotz eines Rückgangs des Wasserverbrauchs seit den drastischen Sparaufrufen im Juli bleibt die Grundwassersituation in München äußerst angespannt. Wie aktuelle Messungen zeigen, liegen die Pegelstände weiterhin deutlich unter dem Normalniveau – und sinken sogar noch. Die Münchner Stadtwerke warnen daher vor einer anhaltenden Trockenheit und bereiten sich auf mögliche neue Einschränkungen vor.

Im Juli hatte die Stadt erstmals seit Jahren wieder offiziell zur Schonung des Trinkwassers aufgerufen, nachdem die Niederschläge über Monate hinweg deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt lagen. Bürger reduzierten daraufhin bewässern von Gärten, Füllen von Swimmingpools und andere nicht-essentielle Verbrauchsspitzen. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung, doch reichten sie nicht aus, um die natürliche Grundwasserneubildung auszugleichen.

Experten befürchten, dass sich solche Trockenphasen aufgrund des Klimawandels künftig häufen könnten. Die Stadt erwägt daher langfristige Strategien wie den verstärkten Ausbau von Regenwassernutzung, die Renaturierung von Bächen und die Optimierung des Leitungsnetzes, um Verluste zu minimieren. Gleichzeitig wird die Öffentlichkeitsarbeit zur Wassereinsparung ausgebaut, um das Bewusstsein für den kostbaren Ressource weiter zu stärken.

Quellen: Süddeutsche Zeitung