Die baden-württembergische Musikszene trauert um einen ihrer prägenden Künstler: Marlon James, langjähriges Mitglied der Band „Söhne Mannheims“, ist nach jüngsten Berichten auf Jamaika bei einem Gewaltverbrechen ums Leben gekommen. Der in Mannheim verankerte Rapper, bekannt unter dem Namen Marlon B., wurde dort offenbar Opfer einer Schießerei. Die genauen Umstände sind noch unklar, doch die ehemaligen Bandkollegen bestätigten inzwischen, dass sie von seinem Tod ausgehen.
Marlon B. war über viele Jahre eine zentrale Figur im musikalischen Kollektiv um Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims. Er prägte den Sound der Band maßgeblich mit, insbesondere durch seine Reggae- und Hip-Hop-Einflüsse. Seine Texte und Stimme waren fest verankert in Alben, die deutschlandweit Erfolge feierten. Nach seinem Ausstieg aus der Band blieb er in der Musikszene aktiv und zog sich schließlich nach Jamaika zurück.
Die Nachricht seines Todes verbreitete sich zunächst über soziale Medien. Am Donnerstag folgte die offizielle Reaktion der ehemaligen Bandmitglieder, die sich in Statements tief betroffen zeigten. „Ein Bruder, ein Kämpfer, ein Künstler“ – so würdigte ein ehemaliger Kollege seinen Beitrag zum musikalischen Erbe der Gruppe.
Die Söhne Mannheims haben ihren Ursprung in Mannheim, einer Stadt mit reicher Musiktradition. Der Verlust von Marlon B. trifft nicht nur die Band, sondern auch zahlreiche Fans in Baden-Württemberg, die seine Arbeit über Jahrzehnte verfolgt haben. Die Hintergründe des Todesfalls werden derzeit von jamaikanischen Behörden untersucht.
Quellen: FAZ Online, ntv – Nachrichten