Bei einer bundesweiten Schwerpunktaktion gegen die italienische Camorra hat es auch in Baden-Württemberg Durchsuchungen und Festnahmen gegeben. Wie aus Berichten hervorgeht, wurden insgesamt sechs Personen festgenommen, darunter auch Verdächtige in Stuttgart. Die Ermittlungen richten sich gegen ein kriminelles Netzwerk, das über Jahre hinweg mit Drogen und gefälschtem Geld in der Gastronomie-Szene operiert haben soll.
Unter den durchsuchten Objekten befanden sich mehrere Restaurants in der Landeshauptstadt, die im Verdacht stehen, als Umschlagplatz für illegale Geschäfte gedient zu haben. Die Beamten sicherten Beweismittel, darunter Bargeld, Dokumente und Datenträger, die nun forensisch ausgewertet werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schweren Bandendelikts, Drogenhandels und Urkundenfälschung.
Die Razzia ist Teil einer größeren, länderübergreifenden Operation, an der Bundeskriminalamt und Generalbundesanwaltschaft beteiligt waren. Die Camorra, eine der einflussreichsten Mafiaorganisationen Süditaliens, unterhält nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden seit Jahren Strukturen in deutschen Großstädten – auch in Baden-Württemberg. Die Behörden betonen, dass die heimische Gastronomie-Szene gezielt infiltrierte werde, um kriminelle Einkünfte zu waschen und illegale Geschäfte zu tarnen.
Die Stuttgarter Polizei bestätigte die Durchführungen der Maßnahmen und kündigte weitere Ermittlungsschritte an. Ziel sei es, die organisierte Kriminalität in der Region nachhaltig zu schwächen und strukturelle Verflechtungen aufzudecken. Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, verdächtige Aktivitäten in Lokalen oder Geschäften zu melden.
Quellen: FAZ Online, ntv – Nachrichten